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LRS - Förderung von Schülern mit Rechtschreibschwierigkeiten

Alle Fünftklässler werden zu Beginn des Schuljahres mittels zweier Tests auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche untersucht. Diese Tests fließen nicht in die Deutschnote ein. Die Klassenkonferenz entscheidet dann, welche Schüler einem Förderkurs in der 5. Klasse zugewiesen werden.


LRS-Förderung in Klasse 5:

Fünf bis zehn Schüler pro Klasse werden über das gesamte Schuljahr in einer Stunde pro Woche durch eigens fortgebildete Deutschlehrer gefördert. Die LRS-Intensivförderung erfolgt innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft im Mittagsband (der langen Mittagspause) und somit zu einer Zeit, dass kein anderer Unterricht ausfallen muss. Die Eltern werden in einem Elternbrief über die methodische Vorgehensweise in den Intensivkursen und über die von ihnen geforderte Mitarbeit informiert. Über den Erfolg der Maßnahme erhalten die Schüler, Eltern und Lehrer nach einem diagnostischen Ausgangstest eine schriftliche Rückmeldung.

 

LRS-Förderung in Klasse 6:

Alle Schüler mit festgestelltem Förderbedarf, die in der 5. Klasse noch nicht intensiv gefördert wurden, können  eine Arbeitsgemeinschaft LRS besuchen, die auf den Techniken aus Klasse 5 aufbaut und weitere Übungsmöglichkeiten bietet.

 

Die neue Verwaltungsvorschrift (VV): „Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen“ (August 2008)

Nachteilsausgleich z.B. Änderung der allgemeinen Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, Wörterbuch…), Abweichen vom allgemein gültigen Anforderungsprofil, Veränderung der Gewichtung der Leistungsarten. „Zur Dokumentation des Lernfortschritts werden nach pädagogischem Ermessen die Leistungen im Rechtschreiben schriftlich erläutert (keine Ziffernnoten). In allen übrigen Fächern werden die Rechtschreibleistungen nicht gewertet.“

Die zurückhaltende Gewichtung (Notenprivileg) ist nur bei Zustimmung der Eltern zum Zeugniseintrag möglich.

Fremdsprachen werden in der neuen VV ausdrücklich erwähnt: „Die VV gilt in den Fächern Deutsch und Fremdsprache“.

Ab Klasse 7 ist die Anwendung der VV nur noch in „besonders begründeten Ausnahmefällen“ möglich.

In Bewerbungs- bzw. Abschlusszeugnissen werden keine Eintragungen mehr bezüglich der VV gemacht, d.h. es werden keine Notenprivilegien gewährt.

Ziel der Förderung rechtschreibschwacher Schüler an der IGMH ist es, die vorhandenen Begabungen trotz der Lese-Rechtschreibschwäche zu entwickeln und den Schülern eine ihrem individuellen Leistungsvermögen angemessene Schullaufbahn zu ermöglichen.
Hauptziel ist es, Hilfestellungen und Techniken für einen Nachteilsausgleich zu vermitteln, damit die Betroffenen besser mit ihrem Handicap zurechtkommen. Im Laufe der Schulzeit sollen die auftretenden Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten durch entsprechende Hilfen weitgehend behoben werden. Hierbei ist der Kontakt und der Erfahrungsaustausch mit den Erziehenden besonders wichtig.

• Zu Beginn des Schuljahres sichten die LRS- Spezialisten die Grundschulzeugnisse und Anmeldeunterlagen aller Fünftklässler und teilen den Klassenlehrern Schüler mit Auffälligkeiten oder einem LRS Eintrag mit.
• Durch ein Testdiktat und bei Bedarf durch einen diagnostischen Rechtschreibtest werden die Schüler mit einer Lese-Rechtschreibschwäche ermittelt.
• In einer Klassenkonferenz werden die Schüler bestimmt, die an einem LRS- Intensivkurs in Klasse 5 , bzw. an der LRS- Förderung im 6. Schuljahr teilnehmen sollen. Alle Schüler mit festgestelltem Förderbedarf erhalten das Notenprivileg und den Nachteilsausgleich.
• Die betreffenden Eltern werden zu einem speziellen LRS- Elternabend eingeladen und müssen dem Zeugniseintrag des Notenprivilegs zustimmen.
• Alle Schüler mit einem festgestellten Förderbedarf erhalten einen Zeugniseintrag entsprechend der Verwaltungsvorschrift LRS: „Die Rechtschreibleistungen wurden zurückhaltend gewichtet.“
• Über das Fortbestehen oder die Beendigung der Eintragung des Notenprivilegs im Zeugnis oder die Gewährung von Maßnahmen zum Nachteilsausgleich entscheidet die Klassenkonferenz unter Mitwirkung des LRS- Spezialisten.
 

Marko Schleicher, LRS-Koordinator IGMH



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