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Überall ist Mathe!

An der IGMH gehen SchülerInnen und Schüler im Rahmen des Mathe.forscher-Projekts mathematischen Phänomenen ihrer Lebenswelt auf den Grund. In fächerübergreifenden Lernprojekten beobachten sie, stellen Vermutungen auf, recherchieren und dokumentieren - genau wie "richtige" Forscher!

 

Vor den Mathe.Forschern ist kein Wald sicher

 

„Schaut mal da – die Rotbuche?!“ Luca, Anna-Maria, Melike und Phillip bleiben stehen. Wie sie an der Rinde erkennen, ist der Baum abgestorben – eigentlich genau das, was sie suchen. „Aber“, erinnern sie sich, „wir wollen doch wissenschaftlich vorgehen und nicht einfach alle Bäume ausmessen, die wir finden“. Sie haben sich morgens nach einer Waldführung mit dem Förster ein Gebiet auf der Karte markiert, 100 Quadratmeter haben sie für ihre Untersuchungen abgesteckt. „Also, weiter geht‘s!“ Sie reißen sich los und stapfen tiefer in den Wald hinein.

 

Mathematik ist nicht einfach nur ein Schulfach, sondern begegnet uns ständig und überall. Mit dem Programm Mathe.Forscher der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) entdecken Schülerinnen und Schüler mathematische Phänomene in ihrer Lebenswelt. Oft verlassen sie dafür ihr Schulgebäude und begeben sich gemeinsam mit 

ihren Lehrerinnen und Lehrern auf Expeditionsreise in ihrem Stadtgebiet, forschen in Museen, Fußballstadien oder in der Natur.

 

Mathematische Phänomene in der eigenen Lebenswelt

So auch die Sechstklässler der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH): Heute sind sie im Käfertaler Wald unterwegs und untersuchen als Mathe.Forscher, was dieser wert ist. Denn noch immer wird in Mannheim diskutiert, ob eine ICE-Trasse quer durch das Gebiet gebaut werden soll oder nicht. Die Ansätze der jungen Mathe.Forscher sind dabei völlig unterschiedlich: Während einige den Wald als Lebensraum für Tiere erforschen, berechnen andere den Holzwert der Bäume und eine dritte Gruppe konzentriert sich auf Spaziergänger oder Spielmöglichkeiten für Kinder.

 

„Das Thema der Forschungen sollte an die Vorstellungswelt der Kinder anknüpfen“, erklärt Matthias Behsel. Gemeinsam mit vier Kollegen hat der Lehrer das Mathe.Forscher-Projekt vorbereitet und freut sich nun über das Engagement der jungen Forscher. Die Idee, den Wert des Waldes zu ermitteln, hat sie gepackt. In Gruppen beratschlagen, messen und rechnen sie, dokumentieren ihre Arbeitsprozesse und halten die Ergebnisse fest. Ganz nebenbei wenden sie so Gelerntes an und finden selbstständig Lösungen für ihre Vorhaben. Wie bestimmt man die Höhe eines Baumes? Wie steckt man ein Gebiet von 100 Quadratmetern ab?

 

„Lasst uns erst mal hinsetzen“, schlägt ein Schüler vor. Manche Fragen brauchen einfach etwas Zeit und Ruhe. Wenn auch das nicht hilft, ist bestimmt einer der Lehrer oder auch der Förster in der Nähe und kann einen Hinweis geben. „Die Kinder machen das gut“, sagt Daniel Weissgärber und nickt zufrieden. Einige Tipps hat der Förster und Waldpädagoge für die jungen Forscher aber doch parat. Zum Beispiel wird der Umfang eines Baumes immer bei 1, 30 Meter gemessen. Das habe ganz praktische Gründe: „Als eine einheitliche Höhe für Messungen gesucht wurde, entschied man sich für eine, die für Erwachsene gut zu handhaben ist“, erläutert er.

 

Gut für die Klassengemeinschaft

Im Wald ist Daniel Weissgärber der Fachmann. „Wenn der Förster etwas sagt, merken es sich alle“, erzählt Heike Bley lachend. Die Lehrerin für Biologie und Naturwissenschaft und Technik war schon mehrere Male mit Jugendlichen im Waldhaus Ma

nnheim und hat mit ihnen dort zum Beispiel ein Überlebenstraining absolviert. Wie Sven Becker, Klassenlehrer der 6e, erzählt, arbeiten die Pädagogen seiner Gesamtschule immer wieder mit außerschulischen Partnern zusammen. Gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern gehen sie ins Theater, Kino, Museum oder Freibad. Und fahren auch mehrere Tage Kanu oder Ski.

 

Ganz wichtig für eine gelungene Kooperationen von Schule und Partnern sei, dass der Partner auf die Schülerinnen und Schüler eingehen könne.  „Lerngänge und Ausflüge sind gut für die Klassengemeinschaft“, erzählt Sven Becker, denn so sehen auch die Lehrenden ihre Schülerinnen und Schüler von einer anderen Seite. Kinder, die sich im Unterricht nicht so gut konzentrieren können, leben in der anderen Umgebung auf und zeigen, was in ihnen steckt. Die Lehrkräfte mögen Exkursionen, auch wenn sie anstrengend sind. Denn nicht nur die Schüler erleben Neues. „Auch ich lerne immer noch etwas dazu“, sagt Daniela Mayer-Watts.

 

Die eigenen Fragen stellen

Die Jungen und Mädchen der 6e sind noch immer im Wald unterwegs und bestimmen – als hätten sie nie etwas anderes gemacht – Himmelsrichtungen anhand des Moosbewuchs, benennen Kiefern, Buchen oder Eichen und unterscheiden mit Blick auf die Rinde tote von lebenden Bäumen. Zurück im warmen Waldhaus präsentieren sie voller Selbstbewusstsein ihre Ergebnisse: Sie erklären Rechnungen, zeigen Fotos vom Arbeitsprozess und erläutern ihre Ideen. Auch abgestorbene Bäume sind wertvoll. „Sie sind Lebensraum für Tiere und werden zu Erde“, begründet Philip, warum sie nicht nur lebende Bäume ausgemessen haben.

 

Mit den gesammelten Maßen können die jungen Forscher nun den Holzwert der Bäume ausrechnen. „Aber schaffen wir so nicht einen Anreiz, alles zu fällen?“, überlegt ein Schüler. Schließlich haben sie es jetzt schwarz auf weiß, wie viel das Holz Wert ist. Die Schülerinnen und Schüler schauen zweifelnd. „Das ist dann wohl eine ethische Frage“, erwidert Daniel Weissgärber. Und verweist auf die Ansätze der anderen Gruppen, den Wald als Erholungsgebiet und Lebensraum zu untersuchen.

 

Mit dem Programm Mathe.Forscher entdecken die Schülerinnen und Schüler nicht nur Mathematik in ihrem Alltag, sondern erfahren auch Neues aus anderen Lebensbereichen. Dabei lernen sie, selbst Fragen zu entwickeln. Die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sind sich einig: Selbstständig im Wald arbeiten zu dürfen hat allen Spaß gemacht.

 

Zink, 17.04.2013

 

 

http://www.matheforscher.de

 



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