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School´s Out!

Klangtheater für 28 junge Akteure

„Schächtelchen, die beim Öffnen wie vor Schmerz quietschen oder auch wichtigtuerisch eine Nachricht von sich geben, im Chor singende Briefmarkenalben, ein mannshoher, verhangener Kasten, der in gutturalem Opernton zu Arien anhebt. Und auf einmal wächst eine wunderbar stimmige musiktheatrale Aktion heraus. Die Gegenstände scheinen ihren Zaubermeister zu lieben.“ Reinhard Schulz, Süddeutsche Zeitung

Unter den Konstrukteuren neuer Instrumente ist er der Zauberer und Alchimist - Erwin Stache aus Beucha bei Leipzig. Während die Welt sich beschleunigt, Dinge immer schneller zu Abfall werden, hebt er auf, was andere weggeworfen haben, erzählt er die musikalische Geschichte des Unbeachteten, Ausrangierten. Inmitten unseres Gefängnisses aus Dingen tüftelt, zweckentfremdet und experimentiert er, bis die Mauern sich auflösen, die Gegenstände ihren Dingwert verloren und ihren Klang gefunden haben. Seine Geschöpfe heißen „Murmelzither“, „Abflussschweber“, „Klangfederstab“ oder „Scherengitter“ und liebevoll spricht er von ihnen wie ein Vater, kann aber auch unerwartet in heftiges Lachen ausbrechen. Einsatz finden sie in Installationen, bei Performances im öffentlichen Raum oder bei Solo-Abenden, die immer auch zu Theaterereignissen werden. Seit mehreren Jahren arbeitet Stache auch mit Kindern und Jugendlichen. Nur wenig hat das zu tun mit sonstigen Versuchen, und was sie spielen, ist nicht alleine für andere Kinder bestimmt. Aus seiner „Arbeitsgemeinschaft Klangexperimente“ am Gymnasium in Brandis entwickelte sich eine hochmotivierte Truppe jugendlicher Akteure, die länger nun schon regelmäßig auf Festivals gastiert, neben Erwachsenen auftritt und für die inzwischen auch andere Komponisten schreiben. Nach mehreren anderen Schulprojekten in Deutschland, Belgien und Österreich wurde Stache im Frühjahr von Simon Rattle eingeladen, eine Aufführung mit Berliner Schülern im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie zu realisieren.
School´s Out! ist ein Musiktheaterprojekt, das derzeit für Mannheim entsteht. Knapp dreißig Schüler dieser Stadt sind Akteure dieses Klangtheaters. Eigentlich besteht ihre Tätigkeit auf der Bühne nur in dem, was sie auch sonst persönlich am liebsten tun, wenn die Schule am Nachmittag endlich aus ist. Aber wie gehabt mutieren unter Staches Fingern Gebrauchsgegenstände dabei zu Musikinstrumenten. Und so gilt es plötzlich, auf musikalische Regeln zu achten beim Skateboardfahren, Computermäuse bedienen, Stricknadeln führen und bei manch einer anderen mitunter absonderlichen Freizeitbeschäftigung.

 

Die Premiere fand am 10. Mai 2006 statt.

 

Weitere Aufführungen am 14. Mai und am 21. Mai im Nationaltheater.

 

Komposition, Instrumentenaufbau und Inszenierung: Erwin Stache (Leipzig) – mit 28 Schülern der IGMH unter der Leitung von Eva Brandenbusch.


Teilnehmer:
Marina Sobotta
AnnKatrin Battermann
Carina Schenk
Sandra Birli
Susi Spegg
Cynthia Iyobosa
Janine Aberle
Hülya Isik
Mylene Malodi
Dirk Knobloch
Sadah Abu Izmero
Pascal Müller
Patrick Müller
Alina Schwöbel
Sarah Rodriguez
Sandra Frenzel
Selina Braun
Selina Beutin
Simon Ghebremichael
Cihat Seker
Aydan Yolgösteren
Jasmin Wilberg
Natalee Carr
Britta Zeiß
Zrinka Skender



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