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Der Naturwissenschaftliche Unterricht in den Klassen 5-7

Fächerverbund: Aus drei wird eins

In den Klassen 5-7 werden die Schülerinnen und Schüler drei Stunden pro Woche im Fach Naturwissenschaften unterrichtet. Dieses Fach umfasst Elemente aus Physik, Chemie und Biologie. Jene Form des Unterrichts ermöglicht einen möglichst weiten Einblick in die naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen. Die Verbindung der drei naturwissenschaftlichen Fächer ist jedoch weit mehr als die bloße Verbindung von Inhalten. Die Schülerinnen und Schüler lernen grundlegende Arbeitsweisen der Naturwissenschaften kennen, beschäftigen sich mit Phänomenen aus ihrem Alltag, sammeln erste praktische naturwissenschaftliche Erfahrungen und wenden diese erstmals an, außerdem besuchen die Schülerinnen und Schüler unserer Orientierungsstufe viele außerschulische Lernorte, wie Museen, Bauernhöfe oder natürliche Lebensräume von Pflanzen und Tieren ihrer Umgebung wie z.B. den Wald.

 

Methodik: Der Fokus liegt auf der Praxis

Im Mittelpunkt des naturwissenschaftlichen Unterrichts der Orientierungsstufe steht das praktische Handeln der Lernenden selbst. Die Schülerinnen und Schüler sollen naturwissenschaftliche Versuche und Experimente selbst durchführen und auswerten. Um dies zu können werden zunächst grundlegende Arbeitsweisen vermittelt. So lernen die Kinder den Umgang mit dem Mikroskop und mit dem Bunsenbrenner. Hierzu nutzen wir vor allem die Möglichkeit in Kleingruppen zu arbeiten. Am Mikroskop sollen die Lernenden in die Lage versetzt werden selbst ein Präparat herzustellen, es zu betrachten (oder z.B. bei Einzellern zu beobachten) und eine möglichst genaue naturwissenschaftlich tragfähige Zeichnung anzufertigen. Im Umgang mit dem Brenner wird vor allem die sichere Handhabung erprobt. Diese versetzt die Schülerinnen und Schüler in die Lage eigenständige Versuche z.B. zu Verbrennungsvorgängen sicher und korrekt durchzuführen.

Häufiger Ausgangspunkt des Unterrichts ist ein Phänomen, welches die Lernenden möglichst aus ihrem Alltag kennen. Unsere Schülerinnen und Schüler sind in der Lage von einem Phänomen ausgehend eine Hypothese zu bilden und diese in einem möglichst eigenständigen Versuch oder gar Experiment zu verifizieren oder zu falsifizieren.

Die Lernenden sammeln ebenfalls Erfahrungen im Präparieren. So werden beispielsweise in Klasse 6 der Fisch und in Klasse 7 das Schweineauge präpariert. Hier geht es darum praktische Erfahrungen mit der Theorie zu verbinden. Auch eine möglichst genaue Arbeitsweise ist hier von Nöten. Aber auch die Ehrfurcht vor dem Leben wird thematisiert.

Den jungen Forschern stehen außerhalb des regulären Unterrichts auch zahlreiche Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung, in denen sie ihren Forscherdrang ausleben können. Außerdem haben wir drei Schuleigene Aquarien, die von unseren Schülerinnen und Schülern unter professioneller Aufsicht im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft gehegt und gepflegt werden.

 

 

Inhalte: Um was geht’s?

Keine Methodik kann jedoch ohne Inhalt vermittelt werden. Wie bereits erwähnt, versuchen wir im Fächerverbund inhaltliche Synergien zu nutzen. So wird der Bereich Optik aus der Physik mit dem Bereich Sehen aus der Biologie verbunden; ebenso Schall und Hören. In den Bereichen Luft (Wärmelehre, Aggregatzustände, Gasgemisch, Lebensraum, etc.)  und Wasser (Stoffeigenschaften, Wärmelehre, Aggregatzustände, sowie Lebensraum, uvm.) kommen Elemente aller drei Teildisziplinen zur Geltung.

In Klasse 5 werden Tiere und Pflanzen in ihren jeweiligen Lebensräumen besprochen. Hierbei geht es sowohl um Haustiere und weitere domestizierte Tiere als auch um Tiere und Pflanzen in ihren natürlichen Lebensräumen wie Wälder, Wiesen, Tümpel etc.

Ferner werden Grundlagen der Elektrizität und des Magnetismus vermittelt. Im weiteren Verlauf der Orientierungsstufe spielen Mikro- und Makrokosmos eine Rolle. Hier werden Kleinstlebewesen, sowie Viren und Bakterien und deren Rolle für ein funktionierendes Ökosystem vermittelt. Im Bereich Makrokosmos werden die Grundlagen der Astronomie behandelt.

Ein weiteres Augenmerk der Orientierungsstufe liegt auf der Gesundheits- und Geschlechtserziehung. Die Lernenden lernen ihren Körper zu verstehen und können so mit den Herausforderungen der Pubertät besser umgehen. Auch die Sucht- und Drogenprävention spielt eine erhebliche Rolle. Hier arbeiten wir eng mit außerschulischen Partnern zusammen.

 

Außerschulische Lernorte: Einfach näher dran

Die IGMH pflegt eine sehr erfolgreiche Kooperation mit dem Technoseum Mannheim. Dies ermöglicht uns zahlreiche Besuche dieses einzigartigen Lernorts. Hier steht den Lernenden nicht nur die Ausstellung, mit den vielen praktischen Aktivitäten zur Verfügung. Wir haben auch die Möglichkeit an zahlreichen Workshops z.B. im museumseigenen Labor oder der Werkstatt aktiv zu werden. Ein Beispiel hierfür ist, die Herstellung eines Geduldspiels mit Zinn und Lötkolben im Rahmen des Einführungsunterrichts zur Elektrizität.

Weitere Aktivitäten waren bisher ein Besuch auf dem Bauernhof, bei dem die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 im Rahme eines Projektes selbst aktiv werden konnten. Auch der Besuch im nahen Wald wird von allen sechsten Klassen durchgeführt.

 

Interdisziplinäres: Über den Tellerrand hinaus

Da wir unseren Schülerinnen und Schülern einen möglichst umfassenden Blick auf die Dinge ermöglichen möchten, endet der NW-Unterricht nicht an der Fachbereichstür. So gilt es beispielsweise bei der Nutztierhaltung auch eine ethische Betrachtungsweise einzubeziehen. Genauso gehören soziale Aspekte zur Gesundheits- und Geschlechtserziehung.

Ein weiteres Beispiel für interdisziplinäres Arbeiten war der Waldtag, welcher von den „Matheforschern“ im letzten Jahr für alle 6. Klassen organisiert wurde. Hier ging es darum den Wert des Waldes zu bestimmen. Die Schülerinnen und Schüler benötigten sowohl mathematische Fertigkeiten, als auch naturwissenschaftliche Grundkenntnisse um der Aufgabenstellung gerecht zu werden. Auch hier fanden Ideen, wie der gesellschaftliche Wert des Waldes Einzug in die Betrachtungsweise unserer Lerngruppen. Dies zeigt, dass eine umfassende ganzheitliche Betrachtung nicht nur hehres Ziel moderner Bildungspolitiker ist, sondern an der IGMH schon praktisch umgesetzt worden ist.

 

Ausblick: Mittel- und Oberstufe

In der Mittelstufe werden die drei Disziplinen Biologie, Chemie und Physik dann wieder weitgehend getrennt unterrichtet. Die Lernenden sind nun in der Lage, grundlegende naturwissenschaftliche Arbeitsweisen anzuwenden und einen umfassenden Blick auf bekannte und unbekannte Phänomene zu entwickeln.

 

Matthias Krieger



Termine im Dezember:

27
  • Basketballturnier, alle 9er

    Zeit: 11:35 - 16:10 Uhr

2829
  • Berufsberatung Kl. 10 bis 13

    Zeit: 08:00 - 16:10 Uhr

  • Eurokom

    Zeit: 08:00 - 16:10 Uhr

30
  • Eurokom

    Zeit: 08:00 - 16:10 Uhr

1
  • Weihnachtsmarkt Herzogenried

    Zeit: 15:00 - 22:00 Uhr

  • Eurokom

    Zeit: 08:00 - 16:10 Uhr

23
45
  • Adventsbazar

    Zeit: 15:00 - 18:00 Uhr

6
  • Personalversammmlung

    Zeit: 11:35 - 13:05 Uhr

78
  • Vorlesewettbewerb Kl.6

    Zeit: 10:00 - 13:05 Uhr

910
11
  • Besuch Andreas Stoch + Dr. Stefan Fulst-Blei

    Zeit: ab 14:00 Uhr

12
  • ABB Frau Müller

    Zeit: 08:00 - 13:00 Uhr

    Ort: Talent Company

    Bewerbungstraining: 8 Schüler/innen kommen mit vorbereiteten Bewerbungsunterlagen 10. Klasseb RS

13
  • Berufsberatung Kl.10 bis 13

    Zeit: 08:00 - 16:10 Uhr

14
  • Brillux

    Zeit: 14:40 - 16:10 Uhr

    Ort: Talent Company

    Präsentation über Brillux und die Ausbildung + Bewerbertraining von Hr. Scrabovic, Hr. Kern

151617
181920
  • 8. Kl. Thorax-Klinik

  • 1. Beratungsgespräch FÜK

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