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Verkauf von Quadratekaffee auf dem Adventsbasar

Ein Bericht der Klasse 7c vom 22.12.2004

1. Besuch im „Weltladen“
Im 6. Schuljahr besuchten wir im Rahmen der Unterrichtseinheit „Auf Kosten anderer leben“ den Weltladen in S 2,3 in Mannheim.
Es war damals ein schöner warmer Tag und wir waren alle fröhlich auf dem Weg dorthin. Dort angekommen wurden wir mit der kalten Wahrheit konfrontiert: Zum Beispiel, dass Fußbälle der großen Marken Puma, Nike und Adidas von Kindern unter der heißen Sonne zusammengebastelt werden, oder dass sich die Erwachsenen, die ihre Kinder ernähren müssen, für einen minimalen Lohn abrackern müssen.
Der Kaffee, der im Laden verkauft wird, ist teurer als normaler Kaffee,   z. B. der von Tchibo, Eduscho usw. Dadurch bekommen die Kaffeebauern das verdiente Geld. Der Kaffee ist auch ökologisch angebaut und gesünder. Im Weltladen gibt es noch viele andere Waren, Lebensmittel, Kunstgegenstände und Nützliches. Alles ist etwas teurer als im Kaufhaus oder Supermarkt, aber es dient der Lebensgrundlage vieler Menschen in den armen Ländern.

 

2. Bestellung und Vorbereitung
Nun wollten wir selbst etwas tun und so mussten wir uns zuerst beraten, was wir machen wollten.  Wir kamen auf die Idee, auf unserem Adventsbasar einen „Eine-Welt-Stand“ zu machen. Wir sprachen mit den Leuten vom „Weltladen“. Sie fanden die Idee auch sehr gut. Zur Auswahl der Ware wollten alle mit, so mussten wir eine Gruppe von sieben Schülern auslosen. Mit unserem Lehrer, Herr Rompel, fuhren wir dann in den Laden. Wir sahen uns dort  um und entschieden uns für Quadratekaffee, eine eigens für Mannheim hergestellte Kaffee-Mischung, Schokolade, Schokoladebohnen, Tee, Marmelade, Majo- und Bananen-Chips, Fußbälle, Mandalas, Hackysacks und ein Schachbrett. Die Bestellung nahmen wir genau auf. Die Ware (Wert 480 €) sollte eine Stunde vor Beginn unseres Basars geliefert werden. Wir bekamen sie auf Kommission. In der Klasse kamen wir auf die Idee, mit einem Laptop zu arbeiten. Wir erstellten eine Exceltabelle mit der genauen Bestellung. Es musste dann nur noch die jeweils verkaufte Ware eingegeben werden und wir wussten sofort, wie viel Geld in der Kasse und wie viel Ware noch vorhanden ist und am Ende hatten wir sofort die Abrechnung.
Wir legten dann genau den Verkaufsdienst fest. Vier Schüler sollten verkaufen, zwei die Eingabe am Laptop machen, zwei Schüler sollten das Ganze überwachen, dass nichts verschwindet. Uns war klar, würde etwas geklaut werden, müssten wir für den Schaden aufkommen. Wir kamen außerdem auf die Idee, mit einer Kaffeemaschine Kaffee zu kochen, um Kostproben des Quadratekaffees anzubieten.

 

3. Verkauf
Als der Stand endlich aufgebaut war, einer von uns hatte sogar seine Lichterkette mitgebracht, um den Stand zu beleuchten, kamen die ersten Kunden. Sie bewunderten unseren Stand und uns, dass wir so etwas taten. Von 122 Produkten haben wir schließlich 100 verkauft. Die Waren vom „Weltladen“ kamen bei den meisten gut an und wir hätten noch mehr verkaufen können. Der Quadratekaffee war der Verkaufsschlager. Er war bis zum letzten Beutel bald ausverkauft. Manche spendeten auch etwas. Am Ende zeigte unser Laptop einen Kassenbestand von 312,95 € an. Noch am Abend brachte unser Lehrer die restlichen wenigen Waren und das Geld zum Weltladen, wo die Leute über unseren Erfolg überrascht waren und sich sehr gefreut haben. Wir waren die erste Schulklasse, die solch einen Stand in Zusammenarbeit mit dem Weltladen gemacht hat.
 

4. Wie geht es weiter?
Nach unserem tollen Erfolg überlegten wir, wie es weitergehen sollte. Wir wollen auf jeden Fall mehr Quadratekaffee verkaufen, um den Menschen in den Entwicklungsländern nicht nur einmal, sondern länger zu helfen. Immer am Monatsende wollen wir bei Eltern, Bekannten und Lehrern Bestellungen aufnehmen. Wir werden dann den Kaffee im „Weltladen“ holen und ihn liefern. Wir hoffen so, jeden Monat etwa 50 Pakete zu verkaufen.
Im Sommer findet an unserer Schule wieder der 24-Stundenlauf statt. Dort möchten wir einen weiteren Eine-Welt-Stand aufbauen. Wir haben ja nun genügend Erfahrung.



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