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Warum Latein?

Worauf beruht der Bildungswert des Unterrichtsfaches Latein?
Die Frage nach dem "Wozu" ist legitim, erscheint notwendig angesichts Schulzeit- und Studienzeitverkürzungen. Eine kritische Anmerkung sei trotzdem erlaubt. Was wäre das Leben ohne Luxus? Er besteht noch weniger vor Nützlichkeitskriterien und existiert trotzdem

 

  1. Latein ist vor allem für die sprachliche Schulung (sowohl in Deutsch als auch in den Fremdsprachen) der Gymnasiasten geeignet.
    Im lateinischen Grammatikunterricht lernt der Schüler, methodisch mit Sprache umzugehen. Alle Strukturen, die für das Erlernen und Verstehen weiterer Sprachen notwendig sind, werden im Lateinunterricht eingeübt oder vorbereitet. Dies gilt insbesondere für die romanischen Sprachen, für die Sprachen also, die sich direkt vom Lateinischen herleiten. Man spricht ja auch von Mutter Latein und ihren Töchtern.
    Auf der anderen Seite ist Lateinunterricht immer zugleich auch Deutschunterricht. Durch die beständige Notwendigkeit etwa, beim Übersetzen lateinischer Texte nach passenden deutschen Ausdrücken zu suchen, wird das Ausdrucksvermögen in der deutschen Sprache gefördert.
    Latein erschließt Fremdwörter. Fremdwörter hören auf, grundsätzlich ein Problem zu sein. Der Schüler verliert die Angst vor Fremdwörtern und geht selbstbewusst und selbstverständlich mit ihnen um.
     
  2. Latein fördert bestimmte Sekundärtugenden (gute Arbeitshaltung).
    Ein lateinischer Text erschließt sich nämlich nicht auf den ersten Blick. Ein flüchtiges Darüberhinweglesen führt zu keinem Erfolg: Man braucht Geduld, Genauigkeit, Konzentration, Beharrlichkeit.
    Vom Schüler wird verlangt, dass er genau hinsieht, sauber unterscheidet, analysiert, kombiniert, sich gut konzentriert und sorgfältig lernt.
    Latein ist damit ein Lern- und Denktraining, das – wie gesagt – zu Genauigkeit, Stetigkeit und Ordnung erzieht. Es wird also zu einer Arbeitshaltung angeleitet, die für alle anderen Schulfächer und für die Studierfähigkeit von besonderer Bedeutung sind – ganz egal, welcher Studiengang einmal angestrebt wird.
     
  3. Und nicht zuletzt geht es im Lateinunterricht auch um Inhalte und Werte. Wenn nach Abschluss der Lehrbuchphase die Schüler in der Lage sind, Originaltexte römischer Autoren zu übersetzen, werden sie beim Lesen philosophischer Texte mit den Grundfragen menschlicher Existenz vertraut gemacht. (Sinn des Lebens, Kürze der Zeit, Bedeutung von Freundschaft). Dann werden in der Geschichtsschreibung plötzlich Texte aktuell, in denen es um die Entstehung von Krieg geht und um die Argumente, die von den Kriegsgegnern benutzt werden. Beim Lesen römischer Lyrik wird der Schüler – hoffentlich erstaunt feststellen, dass das Liebesgedicht eines Catull oder Ovid genauso auch in unserer heutigen Zeit geschrieben sein könnte!
     
  4. Durch das Fach Latein erwirbt man sich eine „Humanistische Bildung“, eine Bildung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.



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