| |
Methodentraining
|
Aquarium
Günstig z.B. dann, wenn das Plenum zu groß für eine fruchtbare Arbeit oder
Diskussion ist. Gut geeignet auch dann, wenn Meinungsgruppen ihre
Argumente austauschen wollen bzw. sollen. |

|
|
Die Teilnehmer sitzen in zwei Bereichen: Im kleineren "Innenbereich" sitzt
die Demonstrations- bzw. Diskussionsgruppe, die stellvertretend für den
größeren "Außenbereich" (das "Plenum") einen Sachverhalt bespricht oder
vormacht. In der Regel sind im "Innenbereich" ein oder zwei Stühle frei,
damit Teilnehmer aus dem "Plenum" sich vorübergehend in den "Innenbereich"
begeben und sich mit eigenen Beiträgen an der Diskussion beteiligen können.
Im größeren "Außenbereich" sitzen die Beobachter und verfolgen den Verlauf
der Diskussion. |
|
Blitzlicht
Günstig als "Anfangsblitzlicht" zum Erheben von Befindlichkeiten,
Erwartungen und Interessen, als "Zwischenblitzlicht" zum Feststellen von
offenen Fragen und Problemen, als "Abschlussblitzlicht zum Erheben von
Befindlichkeiten und zur Rückmeldung. |

|
|
Zu einer persönlichen oder auch inhaltlichen Frage erhält jedes Mitglied
der Klasse / Lerngruppe automatisch - reihum - das Wort und sagt seine
Meinung. Wer keine Aussage machen möchte, gibt das Wort (oder den
Sprechstein) weiter. Die einzelnen Aussagen werden zunächst weder
kommentiert noch diskutiert.
Im Anschluss an das Blitzlicht wird gemeinsam überlegt, wie mit den
Aussagen umgegangen wird. |
|
Gruppenpuzzle
Gut geeignet für die Vermittlung umfangreicher Informationen, insbesondere
dann, wenn sich ein Inhalts- oder Wissensgebiet in Teilgebiete oder Teilfragen aufteilen lässt. |

|
|
Die Klasse /
Lerngruppe arbeitet in Gruppen:
I. Die einzelnen Gruppenmitglieder jeder Gruppe bearbeiten einzeln
unterschiedliche Aufgaben. II. Die Gruppenmitglieder trennen sich und versammeln sich in
"Expertengruppen", d.h. jetzt wird in jeder Gruppe eine Aufgabe besprochen. Die
Gruppenmitglieder tauschen ihre Lösungen aus und erwerben so
"Expertenwissen" für diese Aufgabe. III. Die "Experten" trennen sich wieder - je nach Zahl der Aufgaben - in
"Puzzle-Gruppen". Hier vermittelt jeder "Experte" den anderen Gruppenmitgliedern sein
"Expertenwissen".
Das Gruppenpuzzle kann auch bei II. begonnen werden (siehe Abbildung). |
|
Gruppenrallye
Günstig zum Üben und zum Wiederholen von Lerninhalten; möglich auch zum
Erarbeiten von Lerninhalten, vergleichbar der Absicht des Gruppenpuzzles. |

|
|
Die
Gruppenrallye hat 3 Phasen:
I. Der Wissensstand des einzelnen Teilnehmers wird ermittelt.
II. Die Teilnehmer üben oder erarbeiten die Lerninhalte in
leistungsheterogenen Gruppen.
III. Durch eine erneute Überprüfung des Wissensstandes wird der persönliche
Lernzuwachs jedes einzelnen Teilnehmers festgestellt. |
|
Hitparade
Günstig überall dort, wo verschiedene Wege beschritten werden können, wo
(anonym) Schwerpunkte bezüglich Themenauwahl, Interessenlage oder
Wissensdefizite herausgefunden / festgestellt werden sollen. |

|
|
Z.B. an einer Pinwand kleben Begriffe, Themenvorschläge, etc., die zur
Auswahl vorgegeben sind. Jedes Mitglied der Klasse / Lerngruppe kann durch
Ankleben einer festgelegten Anzahl an Klebe- punkten die vorgegebenen
Begriffe, Themenvorschläge, etc. bewerten / gewichten.
Anschließend werden die Punkte ausgezählt und eine Art Hitparade erstellt,
d.h. die Begriffe, Themen, etc. werden in eine Rangfolge gebracht. Danach
wird besprochen, welche Konsequenzen sich aus dieser "Hitparade" für den
weiteren Verlauf ergeben. |
|
Ideensalat
Günstig dort, wo Lösungsmöglichkeiten für schwierige Probleme gesammelt
werden sollen. Ebenfalls gut geeignet, um das Wissen aller Teilnehmer zu
bestimmten Sachverhalten zu erfassen, was zu Beginn (Vorkenntnisse?) oder
am Ende (Lernerfolg?) einer Lernsequenz interessant sein kann.
Nicht geeignet bei sehr großen Teilnehmerzahlen, da hier die Gruppen für
die Auswertung zu viele Teilnehmer haben und somit kaum arbeitsfähig sind
In solchen Fällen sind schlichte Fragebogen oder Arbeitsblätter besser
geeignet. |

|
|
Ein leeres
Blatt wird in 3, 4 oder mehr gleich große Abschnitte unterteilt. Der Leiter
gibt dazu vor, welcher Abschnitt des Blattes welcher Frage ("Leitfrage")
zugeordnet ist. Jeder Teilnehmer schreibt in jeden Abschnitt Einfälle,
Lösungsmöglichkeiten, Vorschläge, Ideen, Anregungen, Wünsche usw. auf (Es
handelt sich also um ein "Brainstorming", das in Einzelarbeit verläuft und
bei dem die Teilnehmer Einfälle zu den verschiedenen Leitfragen sammeln).
Alle Blätter werden dann aufeinander gelegt und so zerschnitten, dass zu
jeder Leitfrage ein Stapel vorliegt. Je eine Gruppe der Teilnehmer nimmt
sich einen Stapel, wertet ihn aus und trägt die Ergebnisse im Plenum vor. |
|
Kugellager
Gut geeignet für einen sachlichen Einstieg in ein Thema, zum Aus- tausch
von Meinungen, zum Wachrufen von Kenntnissen, zur Wiederholung von
Lerninhalten. |

|
|
Die
Mitglieder einer Klasse / Lerngruppe sitzen - einander zugewandt - in einem
Innen- und einem Außenkreis. Die einander jeweils gegenübersitzenden
Personen tauschen Informationen zu einem vorgegebenen Thema aus. Nach
begrenzter Zeit (z.B. 5 min.) bewegen sich die Kreise in entgegen gesetzter Richtung, so dass jeder Teilnehmer ein neues Gegenüber erhält.
Auf diese Weise laufen 2 bis 4 Partnergesprächsphasen ab. |
|
Leittext
Dort einsetzbar, wo wichtige Informationen vermittelt werden sollen und wo
es zugleich um günstige gedächtnismäßige Verankerung geht (Ankerbegriff).
Gut einsetzbar, wenn es auf selbständiges Lernen ankommt. |

|
|
Die
wesentlichen Informationen zu einem Thema werden in einem übersichtlichen,
gut gegliederten Leittext erfasst.
Jeder Teilnehmer bearbeitet diesen Text, der die wichtigsten Ankerbegriffe
enthält, in Einzelarbeit durch und bearbeitet danach Aufgaben in Einzel-,
Partner- oder Kleingruppenarbeit (z.B. in einem Gruppenpuzzle). |
|
Methode 66
Günstig zum Austausch von Erfahrungen, Meinungen, Argumenten. Gut geeignet
auch zur Vorbereitung von Entscheidungen. |

|
|
Sechs
Teilnehmer treffen sich für sechs Minuten, um über ein vorher vom Leiter
festgelegtes Thema zu sprechen. Im Anschluss an diese - sich wie ein
"Bienenkorb" anhörende - Phase wird im Plenum diskutiert. |
|
Netzwerk
Gut geeignet am Ende einer Lernsequenz zur Wiederholung und gedanklichen
Ordnung. Möglich auch in der Einstiegsphase zum Erfassen des Vorkenntnisstandes. Gut geeignet zur Vorbereitung der
Struktur-Lege-Technik. |

|
|
Die zentralen
Begriffe werden auf Kärtchen geschrieben. Jeder Teilnehmer bekommt per
Zufall ein Kärtchen zugeteilt. Anschließend können die Teilnehmer Kärtchen
austauschen ("Tauschhandel") und sich vergewissern, ob sie zum Kärtchen
etwas sagen können ("Vergewisserung").
Danach beginnt ein beliebiger Teilnehmer mit der Erklärung seines
Begriffes. Es fährt derjenige Teilnehmer fort, der glaubt, sein Begriff
passe dazu usw. Wer fertig ist, legt sein Kärtchen sichtbar vor sich hin
(oder auf den Tisch / Boden in der Mitte). |
|
Partner-Interview
Günstig zum Wiederholen von Lerninhalten. Gut geeignet zum Erfassen von
Vorwissen und Interessen.
(Vergleiche hierzu auch Kugellager) |

|
|
Der Leiter
lässt Paare bilden. er gibt schriftlich (über ein Fragenblatt), auf
OH-Folie oder mündlich eine gerade Anzahl von Fragen vor.
Die Partner sollen sich abwechselnd diese Fragen stellen und die Antworten
des Gegenüber notieren. Im Anschluss bringen die Teilnehmer die Antworten
ins Plenum ein oder die Fragen / Antworten werden auf andere Weise zum
Thema des Unterrichts gemacht. |
|
Struktur-Lege-Technik
Gut geeignet am Ende einer Lernsequenz zur gedanklichen Ordnung und
Wiederholung. Möglich auch in der Einstiegsphase, um den Zusammenhang der Lerninhalte zu verdeutlichen. Empfehlenswert in direktem Anschluss an die
Netzwerk-Methode oder an die Sortieraufgabe. |

|
|
Die zentralen
Begriffe werden auf Kärtchen geschrieben. Die Teilnehmer bekommen die
Aufgabe, die Kärtchen in eine Struktur zu legen, so dass zu erkennen ist,
wie sie inhaltlich zusammen gehören. Die Aufgabe kann in Einzel-, Partner-
oder Kleingruppenarbeit angegangen werden. Die gelegten Strukturen werden
anschließend (im Plenum) miteinander verglichen. |
|
Szene-Stopp-Reaktion
Günstig zum Bewusstmachen unangemessener Verhaltensweisen bzw. zum Aufbau /
Einüben angemessener Verhaltensweisen. |

|
|
Durch eine
Filmszene oder eine vorgespielte Szene wird eine Problemsituation
präsentiert. Diese Problemsituation wird an einem vorbestimmten Punkt
unterbrochen ("Stopp"). Die Teilnehmer haben die Aufgabe, entweder einzeln
oder im Rollenspiel auf diese Problemsituation zu reagieren oder
unmittelbar nach dem Stopp aufzuschreiben, wie sie in dieser Situation
reagieren würden.
Die notierten oder gespielten Lösungen / Reaktionen werden hinterher
ausgewertet und diskutiert. |
|
Vier-Ecken-Methode
Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung
von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses
oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses. |

|
|
zu einer
Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen
gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die
Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen
können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort
diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage
stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im
Plenum oder im "Aquarium" diskutiert. |
|
Wissenslotto
Besonders dort geeignet, wo es auf die Wiederholung des Stoffes in einer
sachlogischen oder systematischen Abfolge ankommt. (Im Gegensatz zur
Methode "Netzwerk" kann der Anknüpfungspunkt hier nicht gewählt werden,
sondern ist durch die Reihenfolge vorgegeben.) Auch dort geeignet, wo sich
der Leiter davon überzeugen möchte, wie gut der zuvor vermittelte Stoff von
den Teilnehmern beherrscht wird. |

|
|
Der Leiter
teilt den vermittelten Lehrinhalt in Fragen auf. Jede Frage schreibt er auf
ein Kärtchen und nummeriert diese entsprechend ihrer sachlogischen oder
systematischen Reihenfolge durch. Jeder Teilnehmer zieht eine festgelegte
Zahl dieser durchnummerierten Kärtchen. Danach erhalten die Teilnehmer die
Gelegenheit, untereinander die Fragen zu tauschen (Tauschhandel wie bei
"Netzwerk"). Hat jeder Teilnehmer seine endgültig bei ihm verbleibenden
Fragen, so erhält er eine festgelegte Zeit, sich auf die Beantwortung der
Fragen vorzubereiten (Vergewisserungsphase).
Die Beantwortung der Fragen erfolgt in der durch die Nummerierung
festgelegten Reihenfolge. |
|
Westminster
Gut geeignet für die Gesprächs- und Diskussionsschulung (auch im
Fremdsprachenunterricht) sowie zum Üben der Produktpräsentation und eines
Verkaufsgesprächs. |

|
|
Jeder
Teilnehmer erhält den Text und genügend Zeit zum Durchlesen und
Reflektieren. (Bei Fremdsprachentexten können je nach Ermessen des Leiters
zusätzliche Wortschatzhilfen gegeben werden).
Dann wird die Gruppe in zwei Hälften geteilt, die sich (ähnlich wie im
britischen Parlament) gegenübersitzen. In der Mitte zwischen den beiden
Gruppen steht ein Tisch, auf dem sich in der Mitte je Gruppe 8 - 10
Faltblätter mit textbezogenen Stichworten befinden. (Keine der beiden
Gruppen darf die Stichworte der anderen Gruppe sehen können). Der
Diskussionsleiter nimmt an einer Tischstirnseite Platz (siehe o.a. Skizze).
Der Diskussionsleiter eröffnet das Gespräch mit einer Frage (zum Text) und
erteilt einem Sprecher einer der beiden Seiten das Wort. Dieser äußert sich
dann zum Text, indem er eines der (von der "Gegenseite" nicht sichtbaren)
Stichworte aufgreift.
Danach ist - wechselseitig - ein Vertreter der
"Gegenseite" an der Reihe. Jeder Teilnehmer der beiden Gruppen hat reihum
nur ein Mal das Wort, kurze Zwischenfragen oder Ergänzungen sind jedoch
jedem Gruppenmitglied erlaubt.
Wenn alle Stichworte in Redebeiträgen verwendet worden sind, wird von der
jeweiligen "Gegenseite" versucht, die Stichworte der "Gegenseite" zu
erraten, wobei es nicht darum geht, so viele Stichworte wie möglich zu
erraten, sondern darum, dass der Begriff, die Formulierung als zentrales
Stichwort des Redebeitrags erkannt werden kann. |
|
|